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Zahnimplantate

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, meist aus Titan oder Keramik, die im Kieferknochen einheilt und eine Krone, Brücke oder Prothese trägt. Es kommt infrage, wenn ein oder mehrere Zähne fehlen und genug Knochen vorhanden ist oder aufgebaut werden kann.

Zahnimplantate
BEHANDLUNGSDAUER30 bis 90 Minuten je Implantat
AUFENTHALTAmbulant
WIEDER EINSATZFÄHIGMeist am nächsten Tag
KOSTENRAHMENRund 1.500 bis 3.800 € je Zahn

Richtwerte. Im Einzelfall können sie deutlich abweichen.

Was Zahnimplantate bedeutet

Ein Zahnimplantat ersetzt die Wurzel eines verlorenen Zahns. Es wird in den Kieferknochen eingesetzt, verwächst dort in einigen Monaten fest mit dem Knochen und trägt danach über ein Verbindungsteil eine Krone, eine Brücke oder eine Prothese.

Die meisten Implantate bestehen aus Titan, das seit Jahrzehnten verwendet wird. Keramikimplantate aus Zirkonoxid sind eine Alternative für Menschen, die kein Metall möchten; zu ihnen gibt es weniger Langzeitdaten.

Anders als bei einer herkömmlichen Brücke müssen die Nachbarzähne nicht beschliffen werden. Außerdem wird der Kieferknochen an der Stelle wieder belastet, was den Knochenabbau nach einem Zahnverlust bremsen kann.

Vom Eingriff selbst merken die meisten wenig, er erfolgt in örtlicher Betäubung. Danach sind Schwellungen und ein Wundgefühl für einige Tage üblich. Bis die endgültige Krone eingesetzt wird, vergehen je nach Kiefer und Knochen meist zwei bis sechs Monate.

Wie der Ablauf aussieht

  1. 01

    Untersuchung und Planung

    1 bis 2 Termine

    Befund, Röntgenbild und bei Bedarf dreidimensionale Aufnahme. Danach Behandlungsplan und Kostenvoranschlag.

  2. 02

    Vorbehandlung

    Je nach Befund

    Entzündungen im Mund werden vorab behandelt, fehlender Knochen wird wenn nötig aufgebaut.

  3. 03

    Einsetzen des Implantats

    30 bis 90 Minuten

    In örtlicher Betäubung wird das Implantat in den Knochen gesetzt und die Wunde vernäht.

  4. 04

    Einheilung

    2 bis 6 Monate

    Das Implantat verwächst mit dem Knochen. Im Unterkiefer geht das meist schneller als im Oberkiefer. Eine Übergangslösung schließt die Lücke.

  5. 05

    Krone oder Brücke

    2 bis 3 Termine

    Abdruck oder Scan, Anprobe und Befestigung der endgültigen Versorgung.

  6. 06

    Nachsorge

    Ein- bis zweimal jährlich

    Kontrolle und professionelle Reinigung, damit sich um das Implantat keine Entzündung bildet.

Für wen das Verfahren infrage kommt

SPRICHT DAFÜR

  • Einzelne oder mehrere fehlende Zähne
  • Gesunde Nachbarzähne, die nicht beschliffen werden sollen
  • Lockere Prothese, die besseren Halt braucht
  • Ausreichend Knochen oder die Möglichkeit, ihn aufzubauen
  • Gute Mundhygiene und Bereitschaft zur Nachsorge

SPRICHT DAGEGEN

  • Unbehandelte Parodontitis oder Entzündungen im Mund
  • Starkes Rauchen, das die Einheilung verschlechtert
  • Nicht abgeschlossenes Kieferwachstum bei Jugendlichen
  • Bestimmte Medikamente, etwa zur Behandlung von Knochenerkrankungen — das klärt der Behandler
  • Schlecht eingestellte Allgemeinerkrankungen wie Diabetes

Was das Verfahren kostet

Für ein Einzelzahnimplantat mit Verbindungsteil und Krone werden in Österreich und Deutschland meist rund 1.500 bis 3.800 € genannt, in der Schweiz rund 3.500 bis 6.500 CHF.

WOVON DER PREIS ABHÄNGT

  • Implantatsystem und Material von Implantat und Krone
  • Notwendiger Knochenaufbau
  • Aufwand der Diagnostik, etwa dreidimensionales Röntgen
  • Lage des Zahns und Zahl der Implantate

VERSICHERUNG

Implantate sind in allen drei Ländern in der Regel keine Kassenleistung. In Deutschland gibt es einen Festzuschuss für die Krone, nicht für das Implantat. In Österreich und der Schweiz zahlen die gesetzlichen Kassen nur in Ausnahmefällen, etwa nach Unfällen. Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif.

Häufige Fragen

Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.

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