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Feste Zähne an einem Tag

Festsitzender Zahnersatz auf vier bis sechs Implantaten, der noch am Tag des Eingriffs eingesetzt wird. Das Verfahren kommt für Menschen mit stark zerstörten Zähnen oder einem zahnlosen Kiefer infrage, die keine herausnehmbare Prothese tragen möchten.

Feste Zähne an einem Tag
BEHANDLUNGSDAUER1 bis 3 Stunden je Kiefer
AUFENTHALTAmbulant, am selben Tag nach Hause
WIEDER EINSATZFÄHIGNach etwa 2 bis 7 Tagen, je nach Befund
KOSTENRAHMENRund 15.000 bis 30.000 € je Kiefer

Richtwerte. Im Einzelfall können sie deutlich abweichen.

Was Feste Zähne an einem Tag bedeutet

Feste Zähne an einem Tag bedeutet: Ein Kiefer erhält an einem einzigen Behandlungstag mehrere Implantate und darauf sofort eine festgeschraubte provisorische Brücke. Wichtig ist die Unterscheidung: Der eine Tag betrifft die erste, provisorische Versorgung. Die endgültige Brücke folgt erst, wenn die Implantate eingeheilt sind — in der Regel nach drei bis sechs Monaten, in manchen Fällen später.

Technisch beruht das Verfahren darauf, dass meist vier bis sechs Implantate so gesetzt werden, dass sie den vorhandenen Knochen möglichst gut nutzen. Die hinteren Implantate werden dafür oft schräg eingebracht. Dadurch lässt sich in vielen Fällen ein Knochenaufbau vermeiden, der beim herkömmlichen Weg mehrere Monate zusätzliche Wartezeit bedeuten würde.

Der Unterschied zum klassischen Vorgehen liegt vor allem in der Belastung: Herkömmlich heilen Implantate zunächst unbelastet ein, der Patient trägt in dieser Zeit eine herausnehmbare Übergangsprothese. Bei der Sofortversorgung werden die Implantate direkt über die verschraubte Brücke miteinander verbunden und dadurch stabilisiert.

Für den Patienten heißt das: Man verlässt die Praxis mit festsitzenden Zähnen, muss in den ersten Wochen aber weiche Kost essen und die Brücke schonen. Schwellungen und ein Druckgefühl in den ersten Tagen sind üblich.

Wie der Ablauf aussieht

  1. 01

    Untersuchung und 3D-Röntgen

    1 bis 2 Termine

    Der Behandler prüft Knochenangebot, Zahnfleisch und Allgemeinzustand. Ein dreidimensionales Röntgenbild zeigt, wo Implantate Halt finden. Danach folgen Behandlungsplan und Kostenvoranschlag.

  2. 02

    Digitale Planung

    1 bis 3 Wochen

    Die Positionen der Implantate werden am Computer geplant. Parallel entsteht die provisorische Brücke, die am Eingriffstag eingesetzt wird.

  3. 03

    Eingriff

    1 bis 3 Stunden je Kiefer

    Nicht erhaltungswürdige Zähne werden entfernt, danach werden die Implantate gesetzt. Möglich sind örtliche Betäubung, Dämmerschlaf oder Vollnarkose — das wird vorher gemeinsam entschieden.

  4. 04

    Provisorische Brücke

    Am selben Tag

    Einige Stunden nach dem Eingriff wird die festsitzende provisorische Brücke auf die Implantate geschraubt.

  5. 05

    Einheilung

    3 bis 6 Monate

    Die Implantate verwachsen mit dem Knochen. In dieser Zeit sind weiche Kost und regelmäßige Kontrollen vorgesehen.

  6. 06

    Endgültige Brücke

    2 bis 4 Termine

    Nach der Einheilung wird die endgültige, stabilere Brücke angefertigt und eingesetzt. Danach folgen jährliche Kontrollen und professionelle Reinigungen.

Für wen das Verfahren infrage kommt

SPRICHT DAFÜR

  • Zahnloser Kiefer oder Zähne, die nicht mehr zu erhalten sind
  • Wunsch nach festsitzendem statt herausnehmbarem Zahnersatz
  • Knochen reicht für schräg gesetzte Implantate, aber nicht für viele Einzelimplantate
  • Belastung durch eine lose Prothese beim Essen oder Sprechen
  • Bereitschaft zu regelmäßiger Nachsorge und gründlicher Pflege

SPRICHT DAGEGEN

  • Zu wenig Knochen auch für schräg gesetzte Implantate
  • Unbehandelte Parodontitis an verbliebenen Zähnen
  • Starkes Rauchen, das die Einheilung deutlich erschwert
  • Schlecht eingestellter Diabetes oder Medikamente, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen
  • Einzelne fehlende Zähne — hier sind Einzelimplantate meist der passendere Weg

Was das Verfahren kostet

Für einen Kiefer liegen die Angaben einschließlich provisorischer und endgültiger Brücke meist bei rund 15.000 bis 30.000 €. Die provisorische Phase allein wird häufig mit etwa 9.000 bis 20.000 € angegeben, die endgültige Brücke kommt hinzu.

WOVON DER PREIS ABHÄNGT

  • Zahl der Implantate (vier oder sechs) und Implantatsystem
  • Material der endgültigen Brücke
  • Notwendige Zahnentfernungen und eventueller Knochenaufbau
  • Narkoseform und Aufwand der Planung

VERSICHERUNG

Die Implantate selbst gelten in Österreich, Deutschland und der Schweiz in der Regel nicht als Kassenleistung. In Deutschland gibt es für den Zahnersatz einen befundbezogenen Festzuschuss, in Österreich beteiligen sich die Kassen meist nicht, einzelne Träger zahlen Zuschüsse. Private Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif. Lassen Sie sich vorab einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben und reichen Sie ihn bei Ihrer Versicherung ein.

Häufige Fragen

Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.

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