Veneers
Veneers sind hauchdünne Schalen aus Keramik, die auf die sichtbare Vorderseite der Frontzähne geklebt werden. Sie kommen infrage, wenn Form, Farbe oder kleine Lücken der Frontzähne verändert werden sollen, die Zähne selbst aber gesund sind.
Richtwerte. Im Einzelfall können sie deutlich abweichen.
Was Veneers bedeutet
Veneers sind dünne Verblendschalen, meist aus Keramik, die dauerhaft auf die Vorderseite der Frontzähne geklebt werden. Sie verändern Farbe, Form und Länge der Zähne und können kleine Lücken schließen.
In den meisten Fällen wird dafür etwas Zahnschmelz abgetragen, damit die Schale nicht aufträgt — häufig einige Zehntelmillimeter. Es gibt auch sehr dünne Varianten, für die wenig oder gar nicht beschliffen wird; sie eignen sich aber nicht für jede Ausgangslage.
Im Unterschied zu einer Krone bleibt der größte Teil des Zahns erhalten. Im Unterschied zu einer Schienenbehandlung verändern Veneers nicht die Stellung der Zähne, sondern nur ihr Aussehen.
Veneers sind eine rein ästhetische Leistung. Sie werden nicht von der Kasse bezahlt. Weil in den meisten Fällen Zahnschmelz abgetragen wird, ist die Entscheidung in der Regel nicht umkehrbar.
Wie der Ablauf aussieht
- 01
Beratung und Planung
1 TerminUntersuchung, Fotos und Besprechung des Ziels. Oft wird eine Vorschau am Modell oder direkt im Mund erstellt.
- 02
Vorbereitung
1 bis 2 StundenDie Zahnoberfläche wird unter örtlicher Betäubung leicht beschliffen, danach folgt ein Abdruck oder Scan. Bei Bedarf werden Provisorien befestigt.
- 03
Herstellung
1 bis 2 WochenEin Labor fertigt die Schalen individuell an. Einige Praxen fräsen sie auch selbst.
- 04
Einsetzen
1 bis 2 StundenAnprobe, Kontrolle von Farbe und Passung und dauerhaftes Verkleben.
- 05
Kontrolle
Nach 1 bis 2 WochenPrüfung des Bisses und der Übergänge, danach regelmäßige Kontrollen wie bei eigenen Zähnen.
Für wen das Verfahren infrage kommt
SPRICHT DAFÜR
- Verfärbungen, die sich durch Bleichen nicht beheben lassen
- Kleine Lücken zwischen den Frontzähnen
- Abgenutzte, kurze oder unregelmäßig geformte Frontzähne
- Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch
- Bewusste Entscheidung für eine dauerhafte, ästhetische Veränderung
SPRICHT DAGEGEN
- Deutliche Fehlstellungen — hier sind Schienen oft der passendere Weg
- Starkes Zähnepressen oder Knirschen ohne Schutzschiene
- Aktive Karies oder Parodontitis
- Sehr wenig Zahnschmelz
- Wunsch nach einer umkehrbaren Lösung
Was das Verfahren kostet
Für Keramikveneers werden in Österreich meist rund 700 bis 1.500 € je Zahn genannt, in Deutschland rund 700 bis 1.800 €, in der Schweiz rund 800 bis 2.000 CHF. Veneers aus Kunststoff sind günstiger, halten aber kürzer.
WOVON DER PREIS ABHÄNGT
- Material: Keramik oder Kunststoff
- Zahl der Zähne
- Aufwand von Planung und Vorschau
- Laborarbeit oder Fertigung in der Praxis
VERSICHERUNG
Veneers sind eine rein ästhetische Leistung und in Österreich, Deutschland und der Schweiz keine Kassenleistung. Auch private Zusatzversicherungen schließen ästhetische Behandlungen häufig aus.
Häufige Fragen
Meist ja, häufig um einige Zehntelmillimeter. Bei sehr dünnen Varianten kann wenig oder gar nicht beschliffen werden, das ist aber nicht in jeder Ausgangslage möglich.
Für Keramikveneers liegen die Angaben in der Literatur häufig bei zehn bis zwanzig Jahren, für Kunststoff bei etwa fünf bis sieben Jahren. Im Einzelfall hängt das von Pflege, Zähneknirschen und Belastung ab.
Für Keramik meist rund 700 bis 1.800 € je Zahn, in der Schweiz rund 800 bis 2.000 CHF. Die Kasse zahlt nichts dazu.
Wenn Zahnschmelz abgetragen wurde, in der Regel nicht. Die Zähne brauchen dann dauerhaft eine Verblendung.
Keramik ist sehr farbstabil. An den Rändern kann es mit der Zeit zu leichten Verfärbungen kommen, regelmäßige Reinigung beugt vor.
Bei deutlichen Fehlstellungen, starkem Knirschen ohne Schutzschiene, aktiver Karies oder Zahnfleischentzündung und wenn eine umkehrbare Lösung gewünscht ist.
Meist zwei bis drei: Planung, Vorbereitung mit Abdruck und Einsetzen. Dazwischen liegen ein bis zwei Wochen für die Herstellung.
Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.
ANFRAGE
Wer führt dieses Verfahren durch?
Sagen Sie uns Fachbereich, Behandlung und Region. Wir leiten Ihre Anfrage an eine Praxis weiter, die das Verfahren durchführt und für Sie erreichbar ist.
Anfrage startenETWA ZWEI MINUTEN · OHNE ANMELDUNG · KEINE DIAGNOSEN ABGEFRAGT