Unsichtbare Zahnschienen
Durchsichtige, herausnehmbare Kunststoffschienen, die Zähne in kleinen Schritten in die geplante Position bewegen. Sie kommen vor allem für Erwachsene mit leichten bis mittleren Fehlstellungen infrage, die keine feste Zahnspange tragen möchten.
Richtwerte. Im Einzelfall können sie deutlich abweichen.
Was Unsichtbare Zahnschienen bedeutet
Unsichtbare Zahnschienen, fachlich Aligner genannt, sind durchsichtige Kunststoffschienen, die über die Zähne gesteckt werden. Jede Schiene ist ein wenig anders geformt als die vorige und bewegt die Zähne so schrittweise in die geplante Position.
Grundlage ist ein digitaler Scan des Gebisses. Am Computer wird die Bewegung der Zähne vom Ausgangs- bis zum Zielzustand geplant, danach wird die Schienenserie hergestellt. Die Schienen werden meist alle ein bis zwei Wochen gewechselt.
Anders als bei einer festen Zahnspange gibt es keine Brackets und Drähte. Die Schienen sind kaum sichtbar und werden zum Essen und Zähneputzen herausgenommen. Dafür hängt der Erfolg stark davon ab, dass sie konsequent getragen werden — in der Regel 20 bis 22 Stunden am Tag.
In den ersten Tagen mit einer neuen Schiene ist ein Druckgefühl üblich. Manchmal werden kleine zahnfarbene Haftpunkte auf die Zähne geklebt, damit die Schienen besser greifen.
Wie der Ablauf aussieht
- 01
Untersuchung
1 TerminBefund, Röntgenbild und Beurteilung, ob die Fehlstellung mit Schienen behandelbar ist.
- 02
Scan und Planung
2 bis 4 WochenDigitaler Abdruck, Planung der Zahnbewegung am Computer und Herstellung der Schienen.
- 03
Behandlungsbeginn
1 TerminÜbergabe der ersten Schienen, bei Bedarf werden kleine Haftpunkte angebracht.
- 04
Tragephase
6 bis 24 MonateSelbstständiger Wechsel der Schienen, Kontrollen etwa alle sechs bis zehn Wochen.
- 05
Stabilisierung
DauerhaftNach der Behandlung hält ein Retainer die Zähne in Position, meist eine dünne Schiene für die Nacht oder ein geklebter Draht.
Für wen das Verfahren infrage kommt
SPRICHT DAFÜR
- Leichte bis mittlere Engstände oder Lücken
- Wunsch nach einer kaum sichtbaren Behandlung
- Rückfall nach früherer Zahnspange
- Disziplin, die Schienen 20 bis 22 Stunden täglich zu tragen
- Gesunde Zähne und behandeltes Zahnfleisch
SPRICHT DAGEGEN
- Ausgeprägte Kieferfehlstellungen, die eine Operation erfordern
- Stark gedrehte oder weit verschobene Zähne
- Unbehandelte Karies oder Parodontitis
- Geringe Bereitschaft, die Schienen konsequent zu tragen
- Viele große Zahnersatzarbeiten, auf denen Schienen schlecht halten
Was das Verfahren kostet
In Österreich werden für Erwachsene meist rund 1.900 bis 7.500 € genannt, in Deutschland liegen die Angaben in einer ähnlichen Größenordnung.
WOVON DER PREIS ABHÄNGT
- Schweregrad der Fehlstellung und Zahl der Schienen
- Behandlungsdauer und Zahl der Kontrollen
- Behandlung eines oder beider Kiefer
- Retainer nach der Behandlung
VERSICHERUNG
Bei Erwachsenen ist die Behandlung mit Schienen in Österreich, Deutschland und der Schweiz in der Regel keine Kassenleistung. Ausnahmen gibt es bei schweren, medizinisch begründeten Fehlstellungen. Zusatzversicherungen erstatten je nach Tarif einen Teil.
Welche Wege es sonst gibt
Häufige Fragen
Bei leichten Korrekturen oft sechs bis zwölf Monate, bei umfangreicheren ein bis zwei Jahre, manchmal länger.
In der Regel 20 bis 22 Stunden. Herausgenommen werden sie nur zum Essen, zum Trinken von allem außer Wasser und zum Zähneputzen.
Bei ausgeprägten Kieferfehlstellungen, stark gedrehten Zähnen oder großen Bewegungen stoßen Schienen an Grenzen. Dann ist eine feste Zahnspange oder eine Kombination mit einer Kieferoperation der passendere Weg.
Für Erwachsene werden meist rund 1.900 bis 7.500 € genannt, je nach Umfang der Korrektur.
In der Regel nicht. Nur bei schweren, medizinisch begründeten Fehlstellungen gibt es Ausnahmen. Private Zusatzversicherungen übernehmen je nach Tarif einen Teil.
Zum Essen werden die Schienen herausgenommen. Beim Sprechen kann es in den ersten Tagen zu einem leichten Lispeln kommen, das sich meist schnell gibt.
Zähne neigen dazu, in ihre alte Position zurückzuwandern. Deshalb folgt ein Retainer, meist eine dünne Schiene für die Nacht oder ein dünner Draht hinter den Frontzähnen — oft auf Dauer.
Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.
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