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Hautkrebsvorsorge

Bei der Hautkrebsvorsorge untersucht eine Hautärztin oder ein Hautarzt die gesamte Haut auf auffällige Veränderungen, meist ergänzt durch ein Auflichtmikroskop. Sie kommt für alle infrage, die ihre Haut fachlich kontrollieren lassen möchten, besonders bei vielen Muttermalen, heller Haut, häufigen Sonnenbränden oder Hautkrebs in der Familie.

Hautkrebsvorsorge
BEHANDLUNGSDAUERRund 15 bis 30 Minuten
AUFENTHALTKeiner, ambulanter Termin
WIEDER EINSATZFÄHIGSofort
KOSTENRAHMENKassenleistung, privat rund 40 bis 200 €

Richtwerte. Im Einzelfall können sie deutlich abweichen.

Was Hautkrebsvorsorge bedeutet

Die Hautkrebsvorsorge ist eine Untersuchung der gesamten Hautoberfläche vom Kopf bis zu den Füßen, einschließlich Kopfhaut, Nägeln und schwer einsehbarer Stellen. Ziel ist, schwarzen und hellen Hautkrebs sowie deren Vorstufen früh zu erkennen, wenn sie in der Regel noch gut behandelbar sind.

Die Ärztin oder der Arzt betrachtet die Haut zunächst mit bloßem Auge und sieht sich auffällige Male anschließend mit einem Auflichtmikroskop an. Das Gerät vergrößert die Hautstruktur und macht Muster sichtbar, die ohne Hilfsmittel nicht zu erkennen sind. Viele Praxen speichern zusätzlich digitale Bilder einzelner Male, um sie beim nächsten Termin vergleichen zu können.

Anders als bei der Selbstkontrolle zu Hause werden auch Stellen beurteilt, die Sie selbst kaum sehen, und feine Veränderungen fachlich eingeordnet. Die Selbstkontrolle bleibt trotzdem wichtig: Empfohlen wird, die eigene Haut regelmäßig anzusehen, etwa vor und nach dem Sommer, und Veränderungen zeitnah zeigen zu lassen.

Für Sie ist die Untersuchung schmerzlos, Sie machen sich dafür bis auf die Unterwäsche frei. Ein Screening kann nicht jeden Hautkrebs erkennen, und viele Male, die vorsorglich entfernt werden, stellen sich im Labor als harmlos heraus.

Wie der Ablauf aussieht

  1. 01

    Vorgespräch

    Wenige Minuten

    Kurze Fragen zu Sonnenverhalten, Hauttyp und Hautkrebs in der Familie, damit das persönliche Risiko eingeschätzt werden kann.

  2. 02

    Ganzkörperuntersuchung

    Rund 10 bis 15 Minuten

    Die gesamte Haut wird betrachtet, einschließlich Kopfhaut, Nägeln, Zehenzwischenräumen und sichtbarer Schleimhäute.

  3. 03

    Auflichtmikroskopie

    Wenige Minuten

    Auffällige Male werden vergrößert betrachtet und bei Bedarf digital fotografiert, damit spätere Vergleiche möglich sind.

  4. 04

    Befundbesprechung

    Direkt im Anschluss

    Sie erfahren, ob alles unauffällig ist, ob ein Mal beobachtet oder entfernt werden sollte und wann eine nächste Kontrolle sinnvoll ist.

  5. 05

    Weiteres Vorgehen

    Nach Bedarf

    Bei einem unklaren Befund wird das Mal meist entfernt und feingeweblich untersucht. Das Ergebnis wird Ihnen anschließend mitgeteilt.

Für wen das Verfahren infrage kommt

SPRICHT DAFÜR

  • Viele Muttermale oder einzelne große, unregelmäßige Male
  • Helle Haut und Neigung zu Sonnenbrand
  • Hautkrebs bei nahen Verwandten
  • Viel Zeit im Freien oder häufige Sonnenbrände in der Vergangenheit
  • Wunsch nach einer fachlichen Einschätzung als Ergänzung zur Selbstkontrolle

SPRICHT DAGEGEN

  • Ein einzelnes Mal verändert sich gerade deutlich — dann besser zeitnah einen gezielten Termin vereinbaren, statt auf die nächste Vorsorge zu warten
  • Wunsch nach sehr häufigen Kontrollen ohne erhöhtes Risiko — Fachleute halten eine jährliche Untersuchung für alle nicht für notwendig
  • Erwartung, dass eine Untersuchung künftigen Hautkrebs ausschließt
  • Die letzte unauffällige Untersuchung liegt erst kurz zurück und es gibt keine Veränderungen

Was das Verfahren kostet

In Deutschland werden für ein privat bezahltes Screening meist rund 40 € genannt, mit Auflichtmikroskopie rund 30 € mehr. In Österreich verlangen Wahlarzt- und Privatpraxen für eine Ganzkörperkontrolle mit digitaler Auflichtmikroskopie meist rund 100 bis 200 €. Eine digitale Ganzkörper-Fotodokumentation kostet zusätzlich, je nach Umfang ab rund 60 € bis in den dreistelligen Bereich.

WOVON DER PREIS ABHÄNGT

  • Untersuchung mit oder ohne Auflichtmikroskop
  • Digitale Bildspeicherung oder Ganzkörperkartierung
  • Zahl der Muttermale und Zeitaufwand
  • Kassenpraxis oder Wahlarzt- bzw. Privatpraxis

VERSICHERUNG

In Deutschland haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening, viele Kassen zahlen es als Zusatzleistung auch früher; ob die Auflichtmikroskopie enthalten ist, wird von Praxen unterschiedlich dargestellt. In Österreich übernehmen die Kassen die Muttermalkontrolle je nach Bundesland und Träger in unterschiedlichen Abständen, bei Verdacht, neuen Veränderungen oder früherem Hautkrebs in jedem Fall. In der Schweiz zahlt die Grundversicherung in der Regel bei Verdacht oder erhöhtem familiärem Risiko, Zusatzversicherungen beteiligen sich je nach Produkt an Vorsorgeuntersuchungen. Klären Sie vorab mit Ihrer Kasse, was übernommen wird, und lassen Sie sich private Leistungen schriftlich aufstellen.

Häufige Fragen

Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.

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