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DERMATOLOGIE · 4 MIN

Muttermal verändert: welche Zeichen zum Hautarzt gehören

Die meisten Muttermale sind harmlos. Welche Veränderungen Sie ernst nehmen sollten, wie die Untersuchung beim Hautarzt abläuft und was sie kostet.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Die ABCDE-Regel hilft, auffällige Muttermale zu erkennen: Asymmetrie, Begrenzung, Farbe, Durchmesser und Entwicklung.
  • Wichtig ist vor allem die Veränderung. Ein Mal, das wächst, blutet oder anders aussieht als die übrigen, gehört zum Hautarzt.
  • Beim Hautarzt wird mit einem Auflichtmikroskop untersucht. Auffällige Male werden fotografiert und verglichen.
  • Eine Ganzkörperuntersuchung als Privatleistung kostet meist rund 100 bis 200 €.

Die ABCDE-Regel

Mit dieser Regel lassen sich Muttermale selbst beobachten. Sie ersetzt keine Untersuchung, hilft aber einzuschätzen, wann ein Termin sinnvoll ist.

  • A wie Asymmetrie: Das Mal ist nicht gleichmäßig rund oder oval
  • B wie Begrenzung: Der Rand ist unscharf, ausgefranst oder uneben
  • C wie Colour, also Farbe: Mehrere Farbtöne in einem Mal
  • D wie Durchmesser: Größer als etwa fünf bis sechs Millimeter
  • E wie Entwicklung: Das Mal verändert Größe, Form, Farbe oder Höhe

Weitere Zeichen

Neben der Regel gibt es weitere Anzeichen, die abgeklärt werden sollten. Dazu gehören Muttermale, die jucken, bluten oder nässen, und ein Mal, das deutlich anders aussieht als alle anderen am Körper. Auch neu auftretende Male im Erwachsenenalter sollten Sie beobachten.

Wie der Hautarzt untersucht

Beim Hautarzt wird die Haut am ganzen Körper angesehen. Auffällige Male werden mit einem Auflichtmikroskop betrachtet, das Strukturen unter der Oberfläche sichtbar macht. Viele Praxen fotografieren auffällige Male digital, um sie bei späteren Terminen vergleichen zu können.

Erscheint ein Mal verdächtig, wird es in örtlicher Betäubung entfernt und im Labor feingeweblich untersucht. Erst dieser Befund gibt Gewissheit.

Wie oft kontrolliert werden sollte

Häufig wird eine jährliche Kontrolle empfohlen. Kürzere Abstände können sinnvoll sein bei vielen Muttermalen, heller Haut, häufigen Sonnenbränden in der Kindheit oder Hautkrebs in der Familie. Den Abstand legt Ihr Hautarzt fest.

Kosten

In Deutschland übernehmen die Kassen ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening, manche Kassen schon früher. In Österreich zahlt die Kasse die Untersuchung bei medizinischem Anlass. Die Untersuchung mit Auflichtmikroskop und digitaler Dokumentation ist häufig eine Privatleistung. Genannt werden meist rund 100 bis 200 € für eine Ganzkörperuntersuchung.

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Mehr zu den Verfahren

QUELLEN UND STAND

  • Patienteninformationen dermatologischer Praxen in Österreich zur Muttermalkontrolle
  • Informationen deutscher Krankenkassen zum Hautkrebs-Screening
  • Stand der Angaben: September 2026

Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.

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