Facelift
Beim Facelift werden erschlaffte Haut und das darunterliegende Bindegewebe an Wangen, Kinnlinie und oft auch am Hals operativ gestrafft. Es kommt infrage, wenn Hängebäckchen, eine unscharfe Kinnlinie oder lockere Halshaut stören und Behandlungen ohne Operation nicht mehr ausreichen.
Richtwerte. Im Einzelfall können sie deutlich abweichen.
Was Facelift bedeutet
Ein Facelift strafft die untere und mittlere Gesichtshälfte. Moderne Verfahren ziehen nicht nur die Haut, sondern straffen auch die Schicht aus Muskel und Bindegewebe darunter. Das wirkt natürlicher und hält länger als eine reine Hautstraffung.
Der Schnitt verläuft meist vor und hinter dem Ohr und teils im Haaransatz. Gewebe wird angehoben, neu positioniert und überschüssige Haut entfernt. Es gibt kleinere Varianten für Wangen und Kinnlinie sowie umfangreichere, die tiefere Schichten und den Hals einbeziehen.
Unterspritzungen oder Fäden können kleine Veränderungen abmildern und haben kurze Ausfallzeiten, halten aber kürzer und können deutlich hängendes Gewebe nicht anheben. Das Facelift ist ein größerer Eingriff, dessen Ergebnis oft viele Jahre anhält.
Die Operation erfolgt in Vollnarkose oder Dämmerschlaf. In den ersten ein bis zwei Wochen sind Schwellungen, Blutergüsse und ein Spannungsgefühl normal. Taubheit an Wangen und Ohren bildet sich meist über Wochen bis Monate zurück.
Wie der Ablauf aussieht
- 01
Beratung
1 bis 2 TermineBeurteilung von Haut, Gewebe und Gesichtsform und Besprechung, welche Variante zum Ziel passt. Oft wird auch über eine Kombination mit Lid- oder Halsstraffung gesprochen.
- 02
Vorbereitung
2 bis 4 Wochen vorherVoruntersuchungen und Narkoseaufklärung. Rauchen sollte deutlich vorher eingestellt werden, weil es die Wundheilung stört.
- 03
Operation
2 bis 5 StundenJe nach Umfang in Vollnarkose oder Dämmerschlaf. Anschließend wird ein Kopfverband angelegt.
- 04
Stationärer Aufenthalt
1 bis 3 NächteÜberwachung, Verbandwechsel und gegebenenfalls Entfernen von Drainagen. Der Kopf wird erhöht gelagert.
- 05
Erholung
10 bis 14 TageFäden werden in dieser Zeit schrittweise entfernt. Danach sind die meisten wieder gesellschaftsfähig, Restschwellungen können bleiben.
- 06
Endergebnis
Nach 3 bis 6 MonatenAnstrengender Sport ist meist nach vier bis sechs Wochen wieder möglich. Die Narben blassen über Monate ab.
Für wen das Verfahren infrage kommt
SPRICHT DAFÜR
- Hängebäckchen und eine unscharfe Kinnlinie
- Deutlich erschlaffte Haut an Wangen und Hals
- Unterspritzungen, die nicht mehr den gewünschten Effekt bringen
- Wunsch nach einem länger anhaltenden Ergebnis
- Bereitschaft zu zwei Wochen Ausfallzeit
SPRICHT DAGEGEN
- Nur feine Falten oder Volumenverlust ohne deutliches Erschlaffen
- Rauchen, das vor und nach dem Eingriff nicht eingestellt werden kann
- Keine Möglichkeit, sich rund zwei Wochen zurückzuziehen
- Erwartung, das Aussehen grundlegend zu verändern
- Wunsch nach einer umkehrbaren Behandlung
Was das Verfahren kostet
Die Angaben gehen je nach Methode weit auseinander. Für ein vollständiges Facelift werden in Deutschland meist rund 6.000 bis 14.000 € genannt, in Österreich rund 6.000 bis 14.500 €, in der Schweiz rund 12.000 bis 18.000 CHF. Kleinere Varianten sind günstiger, umfangreiche Verfahren mit Hals teurer.
WOVON DER PREIS ABHÄNGT
- Kleinere Variante oder umfangreiches Verfahren mit tieferen Schichten
- Einbeziehen von Hals, Lidern oder Stirn
- Narkoseart und Dauer des Aufenthalts
- Nachsorge im Preis enthalten oder nicht
VERSICHERUNG
Ein Facelift ist ein ästhetischer Eingriff und wird von den Kassen in Österreich, Deutschland und der Schweiz nicht bezahlt. Auch private Zusatzversicherungen schließen ästhetische Operationen in der Regel aus. Lassen Sie sich einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben, in dem Narkose, Aufenthalt und Nachsorge aufgeführt sind.
Welche Wege es sonst gibt
Häufige Fragen
Das Ergebnis hält oft viele Jahre. Das Gesicht altert aber weiter, und Sonne, Rauchen und Gewichtsschwankungen beeinflussen, wie lange der Effekt sichtbar bleibt.
Meist nach zehn bis vierzehn Tagen. Leichte Schwellungen können einige Wochen länger bleiben, lassen sich aber oft mit Make-up überdecken.
Sie verlaufen meist vor und hinter dem Ohr und im Haaransatz. Nach der Abheilung sind sie oft unauffällig, in den ersten Monaten aber noch gerötet.
Moderne Verfahren straffen auch das Gewebe unter der Haut, damit das Gesicht nicht gezogen wirkt. Wichtig ist, das Ziel in der Beratung genau zu besprechen.
Eine kleinere Variante mit kürzeren Schnitten, die vor allem Wangen und Kinnlinie strafft. Sie eignet sich bei geringerem Erschlaffen und hat eine kürzere Erholungszeit.
Möglich sind Blutergüsse, Nachblutungen, vorübergehende Taubheit, auffällige Narben und selten Verletzungen von Gesichtsnerven. Rauchen erhöht das Risiko für Wundheilungsstörungen.
Ja, häufig mit einer Lidstraffung oder Halsstraffung. Das verlängert die Operation und erhöht die Kosten, spart aber eine zweite Narkose.
Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.
ANFRAGE
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