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Besenreiserverödung

Bei der Besenreiserverödung spritzt die Ärztin oder der Arzt ein Verödungsmittel mit einer sehr feinen Nadel in kleine erweiterte Äderchen, die sich daraufhin verschließen und mit der Zeit verblassen. Sie kommt infrage bei feinen rötlichen oder bläulichen Äderchen an den Beinen, die optisch stören, nachdem eine tiefer liegende Venenschwäche ausgeschlossen wurde.

Besenreiserverödung
BEHANDLUNGSDAUER15 bis 30 Minuten je Sitzung, oft mehrere Sitzungen
AUFENTHALTKeiner, ambulant
WIEDER EINSATZFÄHIGSofort
KOSTENRAHMENRund 50 bis 220 € je Sitzung

Richtwerte. Im Einzelfall können sie deutlich abweichen.

Was Besenreiserverödung bedeutet

Besenreiser sind kleinste erweiterte Venen direkt unter der Haut, meist an Ober- und Unterschenkeln. Sie sind in der Regel ein optisches Anliegen, können aber auch ein Hinweis auf eine Schwäche größerer Venen sein.

Bei der Verödung wird ein Mittel in das Äderchen gespritzt, das die Gefäßinnenwand reizt. Die Wände verkleben, das Gefäß wird nicht mehr durchblutet und vom Körper abgebaut. Für etwas größere Äderchen kann das Mittel aufgeschäumt werden. Danach wird das Bein für einige Tage komprimiert.

Laser werden an den Beinen seltener eingesetzt, weil sie dort weniger wirksam sind als im Gesicht; die Verödung ist das übliche Verfahren. Ist eine undichte Stammvene die Ursache, sollte sie zuerst behandelt werden, sonst kommen Besenreiser oft rasch wieder. Deshalb wird vor der ersten Sitzung ein Ultraschall der Beinvenen empfohlen.

Sie spüren kleine Einstiche und teils ein kurzes Brennen. Danach sind Rötungen, kleine Schwellungen und blaue Flecken üblich; das Ergebnis zeigt sich nach mehreren Wochen. Bräunliche Verfärbungen entlang der behandelten Äderchen oder neue, sehr feine Gefäße sind möglich und bilden sich meist über Monate zurück.

Wie der Ablauf aussieht

  1. 01

    Ultraschall der Beinvenen

    Vor der ersten Sitzung

    Es wird abgeklärt, ob eine Schwäche größerer Venen hinter den Besenreisern steckt.

  2. 02

    Verödung

    15 bis 30 Minuten

    Das Verödungsmittel wird mit einer sehr feinen Nadel in die Äderchen gespritzt, eine Betäubung ist nicht nötig.

  3. 03

    Direkt danach

    Rund 30 Minuten

    Kompressionsstrumpf oder Verband anlegen und eine Weile gehen, um den Blutfluss anzuregen.

  4. 04

    Kompression und Sonnenschutz

    Einige Tage bis mehrere Wochen

    Den Strumpf meist einige Tage bis etwa zwei Wochen tragen, direkte Sonne, Solarium und Sauna für mehrere Wochen meiden.

  5. 05

    Weitere Sitzungen

    Nach einigen Wochen

    Das Ergebnis wird beurteilt, verbliebene Äderchen werden nachbehandelt.

Für wen das Verfahren infrage kommt

SPRICHT DAFÜR

  • Feine rote oder bläuliche Äderchen an den Beinen
  • Unauffällige Stammvenen im Ultraschall
  • Wunsch nach einer ambulanten Behandlung ohne Betäubung
  • Bereitschaft, einige Tage Kompression zu tragen und Sonne zu meiden
  • Realistische Erwartung: deutliche Aufhellung, neue Äderchen können später entstehen

SPRICHT DAGEGEN

  • Undichte Stammvene — diese sollte zuerst behandelt werden
  • Schwangerschaft oder Stillzeit — die Verödung wird dann meist verschoben
  • Sommerurlaub oder Solarium in den Wochen nach der Behandlung
  • Äderchen im Gesicht — dort wird eher gelasert
  • Erwartung, dass nach einer Sitzung alle Äderchen dauerhaft verschwinden

Was das Verfahren kostet

In Deutschland werden meist rund 50 bis 220 € je Sitzung genannt, in Österreich ab rund 95 € je Sitzung bei oft 2 bis 4 Sitzungen. In der Schweiz liegen Angaben bei rund 390 bis 450 CHF je Sitzung. Hinzu kommen gegebenenfalls die Venenuntersuchung vorab und der Kompressionsstrumpf.

WOVON DER PREIS ABHÄNGT

  • Ausdehnung und Zahl der Äderchen
  • Zahl der Sitzungen
  • Flüssiges oder aufgeschäumtes Verödungsmittel
  • Voruntersuchung mit Ultraschall

VERSICHERUNG

Die Verödung von Besenreisern ohne Beschwerden gilt in Österreich, Deutschland und der Schweiz als ästhetische Behandlung und wird von der Kasse bzw. der Grundversicherung in der Regel nicht bezahlt. Anders kann es sein, wenn eine behandlungsbedürftige Venenerkrankung vorliegt; die Voruntersuchung mit Ultraschall wird bei Beschwerden oft übernommen. Klären Sie das vorab mit Ihrer Kasse und lassen Sie sich einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben.

Häufige Fragen

Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.

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