Besenreiserverödung
Bei der Besenreiserverödung spritzt die Ärztin oder der Arzt ein Verödungsmittel mit einer sehr feinen Nadel in kleine erweiterte Äderchen, die sich daraufhin verschließen und mit der Zeit verblassen. Sie kommt infrage bei feinen rötlichen oder bläulichen Äderchen an den Beinen, die optisch stören, nachdem eine tiefer liegende Venenschwäche ausgeschlossen wurde.
Richtwerte. Im Einzelfall können sie deutlich abweichen.
Was Besenreiserverödung bedeutet
Besenreiser sind kleinste erweiterte Venen direkt unter der Haut, meist an Ober- und Unterschenkeln. Sie sind in der Regel ein optisches Anliegen, können aber auch ein Hinweis auf eine Schwäche größerer Venen sein.
Bei der Verödung wird ein Mittel in das Äderchen gespritzt, das die Gefäßinnenwand reizt. Die Wände verkleben, das Gefäß wird nicht mehr durchblutet und vom Körper abgebaut. Für etwas größere Äderchen kann das Mittel aufgeschäumt werden. Danach wird das Bein für einige Tage komprimiert.
Laser werden an den Beinen seltener eingesetzt, weil sie dort weniger wirksam sind als im Gesicht; die Verödung ist das übliche Verfahren. Ist eine undichte Stammvene die Ursache, sollte sie zuerst behandelt werden, sonst kommen Besenreiser oft rasch wieder. Deshalb wird vor der ersten Sitzung ein Ultraschall der Beinvenen empfohlen.
Sie spüren kleine Einstiche und teils ein kurzes Brennen. Danach sind Rötungen, kleine Schwellungen und blaue Flecken üblich; das Ergebnis zeigt sich nach mehreren Wochen. Bräunliche Verfärbungen entlang der behandelten Äderchen oder neue, sehr feine Gefäße sind möglich und bilden sich meist über Monate zurück.
Wie der Ablauf aussieht
- 01
Ultraschall der Beinvenen
Vor der ersten SitzungEs wird abgeklärt, ob eine Schwäche größerer Venen hinter den Besenreisern steckt.
- 02
Verödung
15 bis 30 MinutenDas Verödungsmittel wird mit einer sehr feinen Nadel in die Äderchen gespritzt, eine Betäubung ist nicht nötig.
- 03
Direkt danach
Rund 30 MinutenKompressionsstrumpf oder Verband anlegen und eine Weile gehen, um den Blutfluss anzuregen.
- 04
Kompression und Sonnenschutz
Einige Tage bis mehrere WochenDen Strumpf meist einige Tage bis etwa zwei Wochen tragen, direkte Sonne, Solarium und Sauna für mehrere Wochen meiden.
- 05
Weitere Sitzungen
Nach einigen WochenDas Ergebnis wird beurteilt, verbliebene Äderchen werden nachbehandelt.
Für wen das Verfahren infrage kommt
SPRICHT DAFÜR
- Feine rote oder bläuliche Äderchen an den Beinen
- Unauffällige Stammvenen im Ultraschall
- Wunsch nach einer ambulanten Behandlung ohne Betäubung
- Bereitschaft, einige Tage Kompression zu tragen und Sonne zu meiden
- Realistische Erwartung: deutliche Aufhellung, neue Äderchen können später entstehen
SPRICHT DAGEGEN
- Undichte Stammvene — diese sollte zuerst behandelt werden
- Schwangerschaft oder Stillzeit — die Verödung wird dann meist verschoben
- Sommerurlaub oder Solarium in den Wochen nach der Behandlung
- Äderchen im Gesicht — dort wird eher gelasert
- Erwartung, dass nach einer Sitzung alle Äderchen dauerhaft verschwinden
Was das Verfahren kostet
In Deutschland werden meist rund 50 bis 220 € je Sitzung genannt, in Österreich ab rund 95 € je Sitzung bei oft 2 bis 4 Sitzungen. In der Schweiz liegen Angaben bei rund 390 bis 450 CHF je Sitzung. Hinzu kommen gegebenenfalls die Venenuntersuchung vorab und der Kompressionsstrumpf.
WOVON DER PREIS ABHÄNGT
- Ausdehnung und Zahl der Äderchen
- Zahl der Sitzungen
- Flüssiges oder aufgeschäumtes Verödungsmittel
- Voruntersuchung mit Ultraschall
VERSICHERUNG
Die Verödung von Besenreisern ohne Beschwerden gilt in Österreich, Deutschland und der Schweiz als ästhetische Behandlung und wird von der Kasse bzw. der Grundversicherung in der Regel nicht bezahlt. Anders kann es sein, wenn eine behandlungsbedürftige Venenerkrankung vorliegt; die Voruntersuchung mit Ultraschall wird bei Beschwerden oft übernommen. Klären Sie das vorab mit Ihrer Kasse und lassen Sie sich einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben.
Häufige Fragen
Das hängt von der Ausdehnung ab. Kleine Bereiche lassen sich teils in einer Sitzung behandeln, häufig sind 2 bis 4 Sitzungen im Abstand von einigen Wochen nötig.
Die Nadel ist sehr fein, die Einstiche sind meist gut auszuhalten. Manche spüren kurz ein Brennen, eine Betäubung ist in der Regel nicht nötig.
Die Äderchen verblassen über mehrere Wochen, häufig ist nach drei bis vier Wochen eine deutliche Veränderung sichtbar. Das endgültige Ergebnis zeigt sich teils erst nach Monaten.
Er drückt die behandelten Äderchen zusammen, unterstützt den Verschluss und verringert Blutergüsse. Meist wird er einige Tage bis etwa zwei Wochen getragen.
Behandelte Äderchen bleiben meist verschlossen, die Veranlagung bleibt aber. Mit der Zeit können neue entstehen, die dann erneut behandelt werden können.
Nach der Verödung können sich entlang der Äderchen bräunliche Streifen bilden. Sie verblassen meist innerhalb einiger Monate, Sonnenschutz beugt vor.
Sonne kann bräunliche Verfärbungen verstärken, und der Kompressionsstrumpf ist bei Hitze unangenehm. Viele wählen deshalb die kühlere Jahreszeit.
An den Beinen ist der Laser meist weniger wirksam als die Verödung. Er wird eher im Gesicht oder ergänzend bei sehr feinen Äderchen eingesetzt.
Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.
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