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PHLEBOLOGIE · 5 MIN

Krampfadern: wann Verödung reicht und wann nicht

Besenreiser, kleine Krampfadern und undichte Stammvenen werden unterschiedlich behandelt. Welche Rolle die Ultraschalluntersuchung spielt und wann eine Verödung genügt.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Vor jeder Behandlung steht eine Ultraschalluntersuchung. Sie zeigt, ob die großen Stammvenen undicht sind.
  • Besenreiser und kleinere Seitenäste lassen sich meist veröden. Das erfordert oft mehrere Sitzungen.
  • Sind Stammvenen undicht, werden sie meist mit Wärme von innen verschlossen, mit Radiowelle oder Laser.
  • Medizinisch notwendige Behandlungen zahlen die Kassen in der Regel. Rein kosmetische Verödungen nicht.

Nicht jede sichtbare Vene ist gleich

Besenreiser sind feine, rötliche oder bläuliche Äderchen direkt unter der Haut. Sie sind meist ein kosmetisches Thema. Krampfadern dagegen sind erweiterte, oft geschlängelte Venen, die durch undichte Venenklappen entstehen.

Häufig liegt die Ursache nicht dort, wo die Krampfader sichtbar ist, sondern in einer größeren Stammvene weiter oben am Bein. Behandelt man nur die sichtbaren Äste, kehren sie oft zurück.

Die Ultraschalluntersuchung

Ein farbkodierter Ultraschall zeigt, in welche Richtung das Blut in den Venen fließt und ob Klappen undicht sind. Die Untersuchung ist schmerzarm und dauert meist 20 bis 30 Minuten. Erst danach lässt sich sagen, welches Verfahren sinnvoll ist.

Wann eine Verödung reicht

Bei der Verödung wird ein Mittel in die Vene gespritzt, das die Venenwand verklebt. Die Vene wird danach vom Körper abgebaut. Bei größeren Ästen wird das Mittel oft zu Schaum aufgeschlagen.

  • Besenreiser ohne undichte Stammvene
  • Kleinere Seitenäste
  • Restliche Krampfadern nach einer Behandlung der Stammvene

Wann mehr nötig ist

Ist eine Stammvene undicht, wird sie meist von innen verschlossen. Dabei wird ein dünner Katheter in die Vene geschoben, der sie mit Radiowelle oder Laser erhitzt. Der Eingriff erfolgt meist ambulant in örtlicher Betäubung. Eine weitere Möglichkeit ist das Verkleben mit einem medizinischen Kleber.

Das operative Entfernen der Vene wird heute seltener eingesetzt, etwa wenn die Vene für einen Katheter ungünstig verläuft.

Kosten und Kassen

Eine Sitzung Verödung kostet meist einige Hundert Euro, oft sind mehrere Sitzungen nötig. Für die Behandlung einer Stammvene mit Katheter werden in Deutschland als Selbstzahler rund 1.600 bis 2.300 € genannt, in der Schweiz rund 3.000 bis 5.000 CHF.

Medizinisch notwendige Behandlungen zahlen die Kassen in der Regel. Welche Verfahren übernommen werden, unterscheidet sich zwischen den Ländern und Kassen. Rein kosmetische Behandlungen von Besenreisern werden nicht übernommen.

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QUELLEN UND STAND

  • Angaben von Venenzentren und gefäßchirurgischen Praxen in Deutschland und der Schweiz zu Verfahren und Kosten
  • Informationen von Krankenkassen zur Kostenübernahme bei Krampfadern
  • Stand der Angaben: September 2026

Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.

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