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Bauchdeckenstraffung

Bei einer Bauchdeckenstraffung wird überschüssige Haut und Fettgewebe am Unterbauch entfernt und bei Bedarf die auseinandergewichene Bauchmuskulatur gerafft. Sie kommt infrage, wenn nach Schwangerschaften oder einer großen Gewichtsabnahme erschlaffte Haut am Bauch zurückbleibt.

Bauchdeckenstraffung
BEHANDLUNGSDAUER1 bis 3 Stunden
AUFENTHALTStationär, meist 1 bis 3 Nächte
WIEDER EINSATZFÄHIGBüroarbeit meist nach 2 bis 3 Wochen
KOSTENRAHMENRund 3.500 bis 10.000 €

Richtwerte. Im Einzelfall können sie deutlich abweichen.

Was Bauchdeckenstraffung bedeutet

Die Bauchdeckenstraffung, fachlich Abdominoplastik, strafft die Bauchwand. Entfernt wird ein Streifen aus Haut und Unterhautfett zwischen Nabel und Schambereich, die verbleibende Haut wird nach unten gezogen und vernäht.

Bei der klassischen Variante wird der Nabel neu eingesetzt und die Bauchmuskulatur, falls sie auseinandergewichen ist, in der Mitte zusammengenäht. Bei der kleineren Variante, der Mini-Straffung, wird nur der Unterbauch behandelt und der Nabel bleibt, wo er ist. Die Narbe verläuft quer im Unterbauch und lässt sich meist unter der Wäsche verbergen.

Eine Fettabsaugung allein entfernt Fett, strafft aber keine Haut. Bei deutlichem Hautüberschuss oder geschwächter Muskulatur ist daher die Straffung der passendere Weg, oft wird beides kombiniert. Die Operation ersetzt keine Gewichtsabnahme.

Die Operation erfolgt in Vollnarkose. Danach tragen Sie meist sechs bis acht Wochen ein Bauchmieder. In den ersten Tagen gehen viele leicht nach vorn gebeugt, weil die Haut spannt.

Wie der Ablauf aussieht

  1. 01

    Beratung

    1 bis 2 Termine

    Untersuchung von Haut, Fettverteilung und Bauchmuskulatur. Besprochen werden Umfang, Narbenverlauf und ob eine Kostenübernahme infrage kommt.

  2. 02

    Vorbereitung

    2 bis 4 Wochen vorher

    Voruntersuchungen, Narkoseaufklärung und Anpassung des Mieders. Rauchen sollte deutlich vorher eingestellt werden, weil es die Wundheilung stört.

  3. 03

    Operation

    1 bis 3 Stunden

    Eine Mini-Straffung dauert oft etwa eine Stunde, die klassische Variante bis zu drei Stunden. Häufig werden Drainagen eingelegt.

  4. 04

    Stationärer Aufenthalt

    1 bis 3 Nächte

    Frühes Aufstehen und Thromboseschutz gehören dazu. Die Drainagen werden meist nach wenigen Tagen entfernt.

  5. 05

    Schonung

    6 bis 8 Wochen

    Bauchmieder tragen, nicht schwer heben. Leichtes Radfahren oder Walking ist oft nach etwa vier Wochen möglich, Krafttraining deutlich später.

  6. 06

    Endergebnis

    Nach bis zu 6 Monaten

    Schwellungen gehen zurück und die Narbe blasst über Monate ab. Kontrollen begleiten diese Zeit.

Für wen das Verfahren infrage kommt

SPRICHT DAFÜR

  • Überschüssige, erschlaffte Bauchhaut nach Schwangerschaften
  • Hautüberschuss nach großer, stabiler Gewichtsabnahme
  • Auseinandergewichene gerade Bauchmuskulatur
  • Hautfalten, in denen es wiederholt zu Entzündungen kommt
  • Abgeschlossene Familienplanung

SPRICHT DAGEGEN

  • Geplante weitere Schwangerschaft
  • Gewicht, das noch deutlich sinken oder schwanken soll
  • Vor allem Fettpolster bei straffer Haut — hier reicht oft eine Fettabsaugung
  • Keine Möglichkeit, sich mehrere Wochen zu schonen
  • Rauchen, das vor und nach dem Eingriff nicht eingestellt werden kann

Was das Verfahren kostet

Für eine klassische Bauchdeckenstraffung werden in Österreich meist rund 5.000 bis 9.000 € genannt, in Deutschland rund 5.500 bis 10.000 €, in der Schweiz rund 8.000 bis 15.000 CHF. Eine Mini-Straffung liegt meist bei rund 3.000 bis 5.500 €.

WOVON DER PREIS ABHÄNGT

  • Mini-Straffung oder klassische Variante
  • Raffung der Muskulatur oder zusätzliche Fettabsaugung
  • Dauer des stationären Aufenthalts
  • Mieder, Nachsorge und Nahtentfernung im Preis enthalten oder nicht

VERSICHERUNG

Eine rein ästhetische Bauchdeckenstraffung zahlen die Kassen in Österreich, Deutschland und der Schweiz nicht. Eine Übernahme ist möglich, wenn ein medizinischer Grund belegt ist, etwa ein großer Hautüberschuss mit wiederkehrenden Entzündungen oder Bewegungseinschränkungen nach starker Gewichtsabnahme. Der Antrag muss vor der Operation mit ärztlichen Unterlagen gestellt werden. Lassen Sie sich einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben und klären Sie eine mögliche Übernahme vorab mit Ihrer Kasse.

Häufige Fragen

Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.

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