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HALS-NASEN-OHREN · 5 MIN

Schnarchen oder Schlafapnoe: woran man den Unterschied erkennt

Schnarchen allein ist meist harmlos. Bei einer Schlafapnoe setzt die Atmung im Schlaf wiederholt aus. Welche Anzeichen darauf hindeuten und wie die Abklärung abläuft.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Bei einfachem Schnarchen vibriert Gewebe im Rachen, die Atmung bleibt aber erhalten.
  • Bei einer Schlafapnoe setzt die Atmung wiederholt für mindestens zehn Sekunden aus.
  • Hinweise sind beobachtete Atemaussetzer, starke Tagesmüdigkeit und morgendliche Kopfschmerzen.
  • Die Abklärung beginnt oft mit einer Messung zu Hause. Das Schlaflabor folgt, wenn es nötig ist.

Was beim Schnarchen passiert

Im Schlaf erschlafft die Muskulatur im Rachen. Der Atemweg wird enger, Gaumensegel und Zäpfchen beginnen zu vibrieren. Das Geräusch kann laut und störend sein, vor allem für andere im selben Raum. Solange die Atmung nicht aussetzt, ist Schnarchen in der Regel kein Gesundheitsrisiko.

Was eine Schlafapnoe ausmacht

Bei der obstruktiven Schlafapnoe verschließt sich der Atemweg im Schlaf zeitweise ganz oder teilweise. Die Atmung setzt dann für mindestens zehn Sekunden aus oder wird deutlich flacher. Der Körper reagiert mit einer kurzen Weckreaktion, die man meist nicht bemerkt. Der Schlaf ist dadurch weniger erholsam.

Anzeichen, die auf eine Schlafapnoe hindeuten

Wer allein schläft, bemerkt die Aussetzer selbst nicht. Oft bemerken sie Menschen, die im selben Raum schlafen. Diese Anzeichen sind typisch:

  • Beobachtete Atempausen, gefolgt von lautem Luftholen
  • Unregelmäßiges, sehr lautes Schnarchen
  • Starke Müdigkeit am Tag trotz ausreichender Schlafdauer
  • Einschlafneigung beim Lesen, Fernsehen oder Autofahren
  • Morgendliche Kopfschmerzen und ein trockener Mund

Wie abgeklärt wird

Die Abklärung beginnt mit einem ärztlichen Gespräch, oft beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Lungenfacharzt. Häufig folgt eine Messung zu Hause mit einem kleinen Gerät, die Atmung, Sauerstoffgehalt und Puls über eine Nacht aufzeichnet.

Sind die Ergebnisse unklar, wird im Schlaflabor gemessen. Dort werden zusätzlich Hirnströme und Muskelaktivität erfasst. Ausgewertet wird, wie oft pro Stunde die Atmung aussetzt oder flacher wird. Ab mehr als fünf Ereignissen pro Stunde spricht man von einer Schlafapnoe, ab 15 von einer mittelgradigen und ab 30 von einer schweren Form.

Welche Behandlungen es gibt

Bei einer mittelgradigen oder schweren Schlafapnoe ist eine Maske, die den Atemweg mit leichtem Überdruck offen hält, die häufigste Behandlung. Bei leichteren Formen oder wenn die Maske nicht vertragen wird, kommt eine Schiene infrage, die den Unterkiefer im Schlaf nach vorne hält.

Für einfaches Schnarchen gibt es kleinere Eingriffe an Gaumen oder Nase. Ob sie sinnvoll sind, hängt von der Ursache ab. Gewichtsabnahme, Verzicht auf Alkohol am Abend und Schlafen in Seitenlage können unterstützen.

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QUELLEN UND STAND

  • Cochrane-Übersichtsarbeit zu Schlafuntersuchungen bei Verdacht auf obstruktive Schlafapnoe
  • Patienteninformationen schlafmedizinischer Zentren und Praxen zu Diagnostik und Behandlung
  • Stand der Angaben: September 2026

Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.

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