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Vasektomie

Bei der Vasektomie werden die beiden Samenleiter im Hodensack durchtrennt und verschlossen, sodass keine Samenzellen mehr in den Samenerguss gelangen. Sie kommt für Männer infrage, deren Familienplanung abgeschlossen ist und die eine dauerhafte Form der Verhütung wünschen.

Vasektomie
BEHANDLUNGSDAUER15 bis 30 Minuten
AUFENTHALTAmbulant
WIEDER EINSATZFÄHIGBüroarbeit meist nach 1 bis 3 Tagen
KOSTENRAHMENRund 400 bis 1.000 €

Richtwerte. Im Einzelfall können sie deutlich abweichen.

Was Vasektomie bedeutet

Die Vasektomie ist ein kleiner urologischer Eingriff zur Verhütung beim Mann. Sie gilt als dauerhaft: Wer sich dafür entscheidet, sollte davon ausgehen, danach keine Kinder mehr zeugen zu können.

In örtlicher Betäubung werden die Samenleiter über einen oder zwei winzige Zugänge am Hodensack freigelegt, ein kurzes Stück entfernt und die Enden verschlossen. Häufig wird heute eine Technik ohne Skalpell verwendet, bei der die Haut nur punktiert und gespreizt wird.

Hormone, Erektion, Lust und das Aussehen des Samenergusses verändern sich nicht, da der Großteil der Flüssigkeit aus anderen Drüsen stammt. Im Vergleich zur Sterilisation der Frau ist der Eingriff kleiner und erfordert keine Narkose.

Wichtig: Die Vasektomie wirkt nicht sofort. In den Samenwegen verbleiben noch Samenzellen, deshalb ist erst nach einer Kontrolle des Ejakulats, die keine Samenzellen mehr zeigt, keine andere Verhütung mehr nötig. Eine spätere Rückoperation ist möglich, führt aber nicht verlässlich wieder zur Fruchtbarkeit.

Wie der Ablauf aussieht

  1. 01

    Beratungsgespräch

    1 Termin

    Aufklärung über Dauerhaftigkeit, Ablauf und Risiken. Viele Praxen empfehlen eine Bedenkzeit zwischen Gespräch und Eingriff.

  2. 02

    Eingriff

    15 bis 30 Minuten

    Ambulant in örtlicher Betäubung. Die Samenleiter werden durchtrennt und verschlossen.

  3. 03

    Erste Tage

    1 bis 7 Tage

    Kühlen und enge Unterwäsche helfen gegen Schwellung. Büroarbeit ist oft nach ein bis drei Tagen möglich, schwere körperliche Arbeit nach etwa einer Woche.

  4. 04

    Weiter verhüten

    Etwa 8 bis 12 Wochen

    In dieser Zeit ist weiterhin eine andere Verhütung nötig. Meist wird empfohlen, dass bis zur Kontrolle mehrere Samenergüsse stattgefunden haben.

  5. 05

    Kontrolle des Ejakulats

    Nach etwa 8 bis 12 Wochen

    Ein oder zwei Untersuchungen des Samenergusses zeigen, ob keine Samenzellen mehr vorhanden sind. Erst dann gilt die Vasektomie als wirksam.

Für wen das Verfahren infrage kommt

SPRICHT DAFÜR

  • Abgeschlossene Familienplanung
  • Wunsch nach einer dauerhaften Verhütung ohne Hormone
  • Gemeinsame, gut überlegte Entscheidung als Paar
  • Wunsch nach einem kleinen, ambulanten Eingriff
  • Andere Verhütungsmethoden passen nicht oder werden nicht vertragen

SPRICHT DAGEGEN

  • Zweifel, ob später doch noch Kinder gewünscht sind
  • Entscheidung unter Druck oder in einer akuten Lebenskrise
  • Erwartung, den Eingriff später zuverlässig rückgängig machen zu können
  • Wunsch nach sofortigem Verhütungsschutz ohne Wartezeit
  • Bedarf an Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen, den die Vasektomie nicht bietet

Was das Verfahren kostet

In Deutschland werden meist rund 400 bis 700 € genannt, in Österreich rund 800 bis 1.000 €, in der Schweiz rund 1.000 CHF. Die Kontrolluntersuchungen des Ejakulats sind teils enthalten, teils kommen sie hinzu, in der Schweiz etwa rund 100 CHF je Untersuchung.

WOVON DER PREIS ABHÄNGT

  • Beratungsgespräch im Preis enthalten oder nicht
  • Operationstechnik
  • Anzahl der Kontrolluntersuchungen
  • Region und Einrichtung

VERSICHERUNG

Eine Vasektomie zur Verhütung ist in Österreich, Deutschland und der Schweiz keine Kassenleistung. Private Versicherungen oder Zusatzversicherungen übernehmen teilweise einen Anteil. In Österreich ist die Sterilisation gesetzlich ohne weitere Voraussetzungen erst ab 25 Jahren zulässig. Lassen Sie sich einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben, der auch die Kontrolluntersuchungen aufführt.

Häufige Fragen

Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.

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