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Stoßwellentherapie

Bei der Stoßwellentherapie werden energiereiche Schallwellen von außen auf schmerzende Sehnenansätze oder Kalkablagerungen gerichtet. Sie kommt infrage bei länger anhaltenden Sehnenbeschwerden, etwa am Fersensporn, an der Schulter oder am Ellenbogen, wenn andere Behandlungen nicht ausreichend geholfen haben.

Stoßwellentherapie
BEHANDLUNGSDAUERMeist 3 bis 6 Sitzungen, je 10 bis 30 Minuten
AUFENTHALTKeiner, ambulante Termine
WIEDER EINSATZFÄHIGMeist sofort
KOSTENRAHMENRund 60 bis 200 € je Sitzung

Richtwerte. Im Einzelfall können sie deutlich abweichen.

Was Stoßwellentherapie bedeutet

Stoßwellen sind kurze, energiereiche Schallimpulse, die über einen Schallkopf und etwas Gel durch die Haut in das Gewebe geleitet werden. Man unterscheidet fokussierte Stoßwellen, die gezielt in der Tiefe wirken, und radiale Stoßwellen, die sich eher flächig im oberflächlichen Gewebe verteilen.

Die Stoßwellen sollen die Durchblutung und Heilungsprozesse anregen, die Schmerzweiterleitung beeinflussen und bei Kalkschulter Ablagerungen auflockern. Behandelt wird meist in drei bis sechs Sitzungen im Abstand von etwa einer Woche.

Die Studienlage unterscheidet sich je nach Beschwerdebild. Beim Fersenschmerz durch Fersensporn ist ein Nutzen am deutlichsten belegt. Bei Kalkschulter gibt es Hinweise auf einen Nutzen, wie groß und dauerhaft er ist, ist aber unklar. Beim Tennisarm wird der Nutzen in Bewertungen als eher gering eingeschätzt.

Die Behandlung selbst kann unangenehm sein, die Intensität wird deshalb angepasst. Danach können vorübergehend Rötungen, Schwellungen oder kleine Blutergüsse auftreten. Eine Wirkung tritt häufig verzögert über einige Wochen ein.

Wie der Ablauf aussieht

  1. 01

    Abklärung

    1 Termin

    Untersuchung und oft Ultraschall oder Röntgen, um die Ursache der Beschwerden einzugrenzen. Auch andere Behandlungswege werden besprochen.

  2. 02

    Einstellung

    Wenige Minuten

    Die schmerzhafte Stelle wird lokalisiert, Gel aufgetragen und die Intensität festgelegt.

  3. 03

    Behandlung

    10 bis 30 Minuten

    Der Schallkopf gibt eine festgelegte Zahl an Impulsen ab. Die Intensität wird bei Bedarf angepasst.

  4. 04

    Weitere Sitzungen

    Meist 2 bis 5 weitere im Wochenabstand

    Die Behandlung wird in einer Serie fortgesetzt, die Zahl richtet sich nach Beschwerdebild und Verlauf.

  5. 05

    Kontrolle

    Nach einigen Wochen

    Beurteilung der Wirkung, die oft verzögert eintritt. Begleitend werden häufig Dehn- und Kräftigungsübungen empfohlen.

Für wen das Verfahren infrage kommt

SPRICHT DAFÜR

  • Fersenschmerz durch Fersensporn, der seit Monaten anhält
  • Kalkablagerungen in der Schulter mit anhaltenden Beschwerden
  • Chronische Sehnenreizungen, bei denen Schonung und Physiotherapie nicht ausgereicht haben
  • Wunsch, eine Operation zu vermeiden oder hinauszuzögern
  • Bereitschaft, die Kosten gegebenenfalls selbst zu tragen

SPRICHT DAGEGEN

  • Frische Beschwerden, die oft von selbst oder mit einfachen Maßnahmen abklingen
  • Schwangerschaft
  • Herzschrittmacher oder Gerinnungsstörungen, die gegen eine Behandlung sprechen können
  • Entzündungen, Tumoren oder offene Wachstumsfugen im Behandlungsgebiet
  • Erwartung einer sofortigen, dauerhaften Beschwerdefreiheit

Was das Verfahren kostet

In Deutschland werden rund 60 bis 150 € je Sitzung genannt, in Österreich rund 80 bis 200 € je nach Verfahren, in der Schweiz rund 100 bis 150 CHF. Für eine Serie ergeben sich meist einige hundert Euro bzw. Franken.

WOVON DER PREIS ABHÄNGT

  • Fokussierte oder radiale Stoßwelle
  • Zahl der Sitzungen
  • Behandelte Körperregion
  • Zusätzliche Ultraschall- oder Röntgenkontrolle

VERSICHERUNG

In Deutschland zahlt die gesetzliche Kasse nur beim Fersenschmerz durch Fersensporn unter bestimmten Voraussetzungen, andere Anwendungen sind Selbstzahlerleistung. In Österreich übernimmt die Kasse die Kosten in der Regel nicht, in der Schweiz ist die Behandlung meist keine Leistung der Grundversicherung. Private Zusatzversicherungen erstatten je nach Vertrag, oft nach ärztlicher Verordnung. Klären Sie die Übernahme vorab und lassen Sie sich einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben.

Häufige Fragen

Dieser Text ersetzt kein ärztliches Gespräch. Ob ein Verfahren für Sie infrage kommt, klärt eine persönliche Untersuchung.

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